HandwerkerHandwerker Rechnungen von der Steuer absetzen

Wer einen Handwerker beauftragt, bekommt nicht nur gute Arbeit vom Profi, sondern kann nebenbei auch noch Steuern sparen. Denn seit einer gesetzlichen Änderung dürfen die Kosten für haushaltsnahe Dienstleistungen innerhalb gewisser Grenzen von der Steuer abgesetzt werden.

Seit 2008 konnten Privatleute in Deutschland Beträge bis maximal 600 Euro jährlich abziehen, seit 2009 sind es sogar 1.200 Euro. Bei der Berechnung werden Kosten von maximal 6.000 Euro pro Jahr berücksichtigt, die zu 20 Prozent abzugsfähig sind. Steuersparend wirkt sich allerdings nicht die gesamte Handwerkerrechnung aus, sondern lediglich der Anteil, der auf den Arbeitslohn entfällt. Kosten für Materialien, die der Handwerker berechnet, mindern die Steuerlast des Auftraggebers also nicht.

Grundsätzlich kommen Rechnungen von Handwerkern aller Gewerke für den steuerlichen Abzug in Frage ? egal, ob es um neue Fliesen, einen Einsatz des Elektrikers oder Arbeiten des Dachdeckers geht. Damit der Steuerabzug gewährt wird, muss immer die Rechnung des Handwerkers zusammen mit der Steuererklärung beim Finanzamt eingereicht werden.

Die Behörde erkennt die Rechnung und somit den Steuervorteil aber nur dann auch tatsächlich an, wenn die Rechnung korrekt ausgestellt wurde. Wichtig ist vor allem, dass die einzelnen Positionen detailliert benannt werden und dass eine klare Abgrenzung erfolgt zwischen Kosten für Material und dem Arbeitslohn. Wer eine Handwerkerrechnung bekommt, sollte sie deshalb sofort auf formale Richtigkeit überprüfen und gegebenenfalls eine Korrektur verlangen.