Die Reihenfolge der Gewerke auf der Baustelle
Am Anfang ist alles noch ganz einfach: Wenn ein
neues Haus entstehen soll, müssen natürlich erst einmal die
Bagger anrollen. Wird mit Keller gebaut, muss die Baugrube ausgehoben
werden, ansonsten gilt es ein Plateau für die Bodenplatte zu
schieben oder Gräben für ein Streifenfundament auszuheben.
Dann werden die Außen- und die Innenwände gemauert,
anschließend bekommt das Haus Fenster und ein Dach. Doch wie geht
es danach im Inneren weiter?
Die Frage, welche Gewerke in welcher Reihenfolge zum Zuge kommen,
entscheidet zum Teil mit darüber, wie schnell das Haus
bezugsfertig wird. Die Einsätze der verschiedenen Handwerker
müssen gut aufeinander abgestimmt sein, damit es zu keinen
Verzögerungen kommt und auch Mehrkosten verhindert werden. Denn
die Uhr tickt unerbittlich. Und auch untätige Handwerker, die ohne
eigenes Verschulden warten müssen, kosten Geld. Es ist daher im
ureigenen Interesse jedes Bauherrn, dass ein Gewerk nahtlos ins andere
greift. Dafür zu sorgen, ist normalerweise die Aufgabe des
Bauleiters. Diese Funktion übernimmt im Falle einer freien Planung
häufig der Architekt, der den Hausentwurf und anschließend
auch die Ausführungspläne erarbeitet hat.
Es liegt auf der Hand, dass das Haus zunächst mit fertigen
Wänden, eingesetzten Fenstern und einem Dach eine regendichte
Hülle bilden muss, ehe der Elektriker seine Arbeit aufnehmen kann.
Parallel arbeitet häufig der Installateur, der sich um Wasser- und
Heizungsrohre kümmert. Diese müssen verlegt werden, bevor der
Estrich eingebracht wird. Denn viele Neubauten entstehen mit
Fußbodenheizungen, die im Estrich verlegt werden.
Bei der zeitlichen Planung muss bedacht werden, dass der Estrich
zunächst in Ruhe trocknen muss, ehe der Fliesenleger auf den Plan
tritt. Wer hier zu ungeduldig ist, riskiert auf lange Sicht Risse und
andere Schäden.